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Bs-Adventskalender-Reload

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Noch 24 tage bis zum großen Tag an dem wir wieder alle Reich beschenkt werden. Um uns die Wartezeit zu verkürzen, und um uns etwas einzustimmen. Der vielseits beliebte, oft kopierte selten erreichte, Adventskalender von Bs


 

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Spoiler

Der Tannenbaum

 

Der Tannenbaum
Draußen im Walde stand ein niedlicher Tannenbaum; er hatte einen guten Platz, die Sonne konnte zu ihm dringen, Luft war genug da, und rund umher wuchsen viele größere Kameraden, Tannen und Fichten. Aber der kleine Tannenbaum wollte nur immer wachsen und wachsen; er dachte nicht an den warmen Sonnenschein und die frische Luft, bekümmerte sich nicht um die Bauernkinder, die dort gingen und plauderten, wenn sie draußen im Walde umherschwärmten, um Erdbeeren und Himbeeren zu sammeln. Oftmals kamen sie mit einem ganzen Topfe voll oder hatten Erdbeeren auf Strohhalme gezogen. Dann setzten sie sich neben das Bäumchen und sagten: Nein, wie niedlich klein ist der!" Das gefiel dem Baume durchaus nicht.

Im nächsten Jahre war er schon um einen langen Schuss größer, und das Jahr darauf war er wieder noch um einen länger, denn bei einem Tannenbaume kann man, sobald man zählt, wie oft er einen neuen Trieb angesetzt hat, genau die Jahre seines Wachstums berechnen.
"Oh, wäre ich doch ein so großer Baum wie die anderen!" seufzte das Bäumchen. "Dann könnte ich meine Zweige weit ausbreiten und mit dem Gipfel in die weite Welt hinaus schauen! Dann würden die Vögel ihre Nester zwischen meinen Zweigen bauen, und wenn es stürmte, könnte ich so vornehm nicken wie dort die anderen."
Weder der Sonnenschein noch die Vögel oder die roten Wolken, die morgens und abends über ihn hinsegelten, machten ihm Freude. War es nun Winter, und Schnee lag ringsherum blendend weiß, dann kam oft ein Hase gesprungen und setzte gerade über das Bäumchen fort, Oh, das war empörend! Aber zwei Winter verstrichen, und im dritten war der Baum schon so hoch, dass der Hase um ihn herumlaufen musste. Oh, wachsen, wachsen, groß und alt werden, das ist doch das einzig Schöne in der Welt! Dachte der Baum. Im Spätherbst erschienen regelmäßig Holzhauer und fällten einige der größten Bäume.

Das geschah jedes Jahr, und den jungen Tannenbaum, der nun schon tüchtig in die Höhe geschossen war, befiel Zittern und Beben dabei, denn mit Gepolter und Krachen stürzten sie zur Erde, die Zweige wurden ihnen abgehauen, sie sahen nun ganz nackt, lang und schmal aus, sie waren kaum noch wiederzuerkennen. Dann aber wurden sie auf Wagen gelegt, und Pferde zogen sie von dannen zum Wald hinaus.
Wohin sollten sie? Was stand ihnen bevor?

Als im Frühjahr die Schwalbe und der Storch kamen, fragte sie der Baum: "Wisst ihr nicht, wohin sie geführt wurden? Seid ihr ihnen nicht begegnet?"
Die Schwalbe wusste nichts. Doch der Storch sah sehr nachdenklich aus, nickte mit dem Kopfe und sagte: "Ja, ich glaube fast, mir begegneten auf meiner Rückreise von Ägypten viele neue Schiffe. Auf denselben standen prächtige Mastbäume; ich darf wohl behaupten, dass sie es waren; sie verbreiteten Tannengeruch. Ich kann vielmals grüßen, sie überragen alles, sie überragen alles!"
"Oh, wäre ich doch auch groß genug, um über das Meer hinzufliegen. Wie ist es eigentlich, dieses Meer, und wem ähnelt es?"
"Ja, das ist etwas weitläufig zu erklären!" sagte der Storch und ging. "Freue dich deiner Jugend!" sagten die Sonnenstrahlen. "Freue dich deines Wachstums, des jungen Lebens, das dich erfüllt!"

Und der Wind küsste den Baum, und der Tau weinte Tränen über ihn, allein der Tannenbaum verstand es nicht. In der Weihnachtszeit wurden ganz junge Bäume gefällt, Bäume, die nicht einmal so groß waren, noch in demselben Alter standen wie dieses Tannenbäumchen, das weder Ruh’ noch Rast hatte, sondern nur immer weiter wollte. Diese jungen Bäumchen, und es waren gerade die allerschönsten, behielten immer ihre Zweige, sie wurden auf Wagen gelegt, und Pferde zogen sie aus dem Walde.
"Wohin sollen sie?" fragte der Tannenbaum. "Sie sind nicht größer als ich, ja, da war sogar einer, der noch weit kleiner war. Weshalb behielten sie alle ihre Zweige? Wo fahren sie hin?"

"Das wissen wir, das wissen wir!" zwitscherten die Sperlinge. "Unten in der Stadt haben wir zu den Fenstern hinein geschaut. Wir wissen, wohin sie fahren! Oh, sie gelangen zur größten Pracht und Herrlichkeit, die sich denken lässt! Wir haben zu den Fenstern hinein geschaut und gesehen, dass sie mitten in die warme Stube hinein gepflanzt und mit den herrlichsten Sachen, mit vergoldeten Äpfeln, Honigkuchen, Spielzeug und vielen hundert Lichtern ausgeschmückt wurden!"
"Und dann?" fragte der Tannenbaum und bebte in allen Zweigen. "Und dann? Was geschieht dann?"
"Ja, mehr haben wir nicht gesehen, es war unvergleichlich!"
"Ob auch mir dieses Los zufallen wird, diesen strahlenden Weg zu gehen?" jubelte das Bäumchen. "Das ist noch besser, als über das Meer zu gehen. Wie mich die Sehnsucht verzehrt! Wäre es doch Weihnachten! Jetzt bin ich hoch und erwachsen wie die anderen, welche das letzte Mal fortgeführt wurden.
Oh, wäre ich erst auf dem Wagen! Wäre ich erst in der warme Stube mit all ihrer Pracht und Herrlichkeit! Und dann? Ja, dann kommt noch etwas Besseres, noch Schöneres, weshalb würde man mich sonst so ausschmücken! Da muss noch etwas Größeres, noch etwas Herrlicheres kommen ...!
Aber was? Oh, ich leide, mich verzehrt die Sehnsucht; ich weiß selber nicht, wie mir zumute ist!"
"Freue dich deiner!" sagten die Luft und der Sonnenschein. "Freue dich deiner frischen Jugend draußen im Freien!"
Aber das Bäumchen freute sich gar nicht; es wuchs und wuchs, Winter und Sommer stand es grün; dunkelgrün stand es da! Die Leute, die es sahen, sagten: "Das ist ein hübscher Baum!", und zur Weihnachtszeit wurde er zuerst von allen gefällt!

Autor: Hans Christian Andersen

 

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ist nicht von mir sondern von Joka :D

Zitat

Es war einmal ein Junge, er hatte schon einiges in seinem Leben durchgemacht.
Er versucht immer allen zu helfen wo er kann und gibt mehr als er hat. Diese Eigenschaft zog nicht nur nette Menschen an, sondern auch welche die ihn ausnutzen wollen.
Doch in seiner Gutmütigkeit glaubt er alle Menschen sind nett und hilft jedem weiter.

Eines Tages kam ein reicher reicher Mann zu ihm und sagte dem Jungen, dass er ein Narr ist. Er helfe den Menschen und gibt ihnen alles. Da bleibt ja nichts für ihn.
Der Junge war sehr traurig darüber. Er fühlte sich nicht angegriffen, sondern trauerte um den Mann. Er hatte offensichtlich keine Liebe am Leben.

So sagte der Junge „Was brauchen sie, ich gebe es Ihnen“, der Mann war verärgert über die Aussage des Jungen. Er tobte und packte den Jungen am Kragen „Du? Du kannst mir gar nichts geben, du hast nichts!“
Der Mann stampfte murmelnd davon.
Nach einiger Zeit kam sah der Junge den Mann auf einer Bank sitzen. Er weinte.
Er setzte sich zu ihm und fragte Ihn was denn sei.
Der Mann antwortete „Was willst du? Geh weg! Es interessiert doch keinen was mit mir ist, man will doch nur meine Sachen!“
Der Junge verstand die Situation und legte seinen Arm um den Mann und meinte, dass er ihm sagen könne was los sei. Er werde hier sitzenbleiben und ihm zuhören.
Der Mann verstand die Welt nicht mehr. Er verstand nicht warum der Junge so nett zu ihm ist.
Er fragte den Jungen, wieso er sein Leben so führt wie er es nun täte.
Der Junge lächelte und meinte, dass wenn er eines Tages die Welt als Engel verlässt, dann will er wenn er auf sein Leben zurückblickt niemals sagen wollen, dass er etwas bereue, noch etwas ändern möchte.

Nachdenklich wollte der Mann aufstehen und davongehen, doch der Junge zog ihn zurück.
Er fragte ihn, was der Sinn des Lebens ist.
Als Antwort erwiderte der nun überraschte Mann, dass er im Leben anerkannt werden will, beachtet und respektiert.

„Ich fragte meinen Vater einst die gleiche Frage.
Er wusste nicht was er antworten soll.
Das einzige was er machte war mir ein Stein zu geben und mir zu sagen, dass ich runter zum Markt soll und ihn dort verkaufen mag und egal wer dich nach dem Preis fragt, du antwortest nicht. Alles was du machst ist deine Finger so zu heben *Zeige- und Mittelfinger gestreckt*
So bin ich damals zum Markt runter mit dem Stein.
Während ich da stand kam eine Hofdame und fragte ob der Stein zu verkaufen sei, sie will ihn kaufen und bei sich in den Garten stellen. Sie wollte den Preis wissen.
Ich tat das was mein Vater sagte, ich antwortete nicht und hob meine Finger.
Zwei Geld? Ich kaufe es für Zwei Geld!
Natürlich verkaufte ich es ihr nicht.
Ich ging mit dem Stein zu meinem Vater und sagte ihm was passiert ist.
Er sagte nur, dass ich wieder runter soll und das gleiche wiederholen soll.
Ich ging wieder zum Markt.
Wenig später kam ein Priester und fragte mich wieviel der Stein kostet.
Ich hob nur meine Finger.
Er sagte „200 Geld? Ich kaufe es für 200 Geld!“
Ich antwortete nicht und ging wieder zu meinem Vater.
Ich erzählte ihm was passiert ist.
Er meinte ich soll das noch mal machen, nur diesmal soll ich an den richtigen Ort gehen. Ein Markt wo Steine verkauft werden.
Ich ging zu diesem Markt und der Betreiber kam zu mir und meinte, dass dieser Stein heilig sein, ein reiner Stein und er sich wünschen würde diesen Stein bei sich im Markt haben will. Den Preis wollte er wissen.
Wieder hob ich nur meine Finger.
„200000 Geld? Kein Problem! Ich kaufe es von dir für 200000 Geld!!“
Ich war außer mir vor Freude und ich wusste nicht was ich tun sollte.
Alles was ich tat war den Stein zu nehmen und zu meinem Vater zu rennen und erzählte ihm alles.

„Nun mein Sohn kann ich dir eine Antwort auf deine Frage geben. Du fragtest mich was der Sinn des Lebens ist. Der Sinn des Lebens ähnelt sehr der Geschichte die du erlebt hast. Der Sinn des Lebens
mein Sohn, den gibst du an, wenn du weißt wo du zu sein hast, wenn es richtig ist. Der Sinn des Lebens mein Sohn kommt von den Leuten in deiner Umgebung, wenn du weißt wie du die Leute aussuchst die mit dir gut sein werden. Dann, wenn du mein Sohn die Leute aussuchst, die deine Reinheit kennen und dich auf einen Weg geleiten und dich nicht kaputtmachen, egal was passiert den Sinn geben wir uns, wenn wir wissen wo wir uns im Leben bewegen müssen, wo wir sein müssen, am richtigen Ort.“, antwortete er mir“, erzählte der Junge.

„Mein Herr und ich habe entschieden das Leben so zu Leben mich an Orten zu platzieren wo ich Menschen helfen kann, denn das ist der richtige Ort für mich und ich weiß auch, dass ich Ihnen geholfen habe und Ihnen was geben konnte.
Egal wie wenig ich habe, ich werde nicht bereuen den Menschen die Hilfe brauchen zu helfen, weder noch mein Leben zu hinterfragen.
Mein Herr sie brauchen keine Träne aus Traurigkeit zu vergießen. Platzieren sie sich an den Ort wo sie richtig sind, Leben sie ihr Leben nicht nach Anerkennung.
Verteilen sie die Liebe die sie selber brauchen.“, führte der Junge fort.

Der Mann stand auf, drehte sich zum Jungen und sagte ihm ein Danke.
Er ging seinen Weg entlang.

 

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Spekulatius, Zimtsterne und Kerzenschein

Das kann doch nur Weihnachten sein

Ein Blick auf den Kalender

Es ist noch nicht mal November...

Vorfreude kann man das kaum noch nennen

Die Zukunftskinder werden es als Kommerz-Boom-Zeit kennen

Doch wem's gefällt,der soll es nicht missen

Auch wenn andere deswegen dissen

„Macht doch was ihr wollt“ ist für beide Seiten die Devise

Andernfalls kriegt man doch die Krise

Statt gegenseitig hassen Einfach mal in Ruhe lassen

So werden alle glücklich sein Ob nun mit kaltem oder heißem Wein

 

 

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Spoiler


Engel Fidor hatte schon eine ganze Weile die Menschen beobachtet. Sie hasteten durch die Straßen von einem Geschäft zum anderen. Sie kamen mit großen Tüten heraus und schleppten sie zu  ihren Autos. Auf den Straßen herrschte ebenfalls große Hektik. Überall standen die Autos  in Schlangen vor den Ampeln , hupten wenn jemand nicht sofort losfuhr. Fidor staunte sehr über diesen Lärm und das Chaos. Weihnachten stand vor der Tür und die Menschen waren mehr gestresst als das ganze Jahr über. Er dachte an frühere Zeiten, als alles noch viel friedlicher zuging. Die Menschen hatten kleinere Päckchen in der Hand als sie im nächsten Laden ihre Weihnachtseinkäufe erledigten. Dafür lag meist ein geheimes Lächeln auf ihrem Gesicht. Vielen war die Freude einem lieben Menschen etwas Schönes zu schenken, ihn mit dem zu überraschen, was er sich heimlich gewünscht hatte, unschwer anzusehen. Engel Fidor dachte nach. Er konnte sich nicht vorstellen, dass die Menschen und vor allem auch die Kinder mit ihren großen Geschenken glücklicher waren als früher. Eher im Gegenteil schien ihm, dass die Spielsachen sich in vielen Kinderzimmer auftürmten und die Kinder nicht mehr wussten, womit sie überhaupt noch spielen sollten. Der Engel überlegte, was er machen konnte. So konnte es doch nicht weitergehen. Die Menschen schenkten sich Dinge , die sie gar nicht brauchten, waren in Hektik, obwohl ein schöner Abend zu Haus allen besser gefallen hätte. Da Fidor über himmlische Kräfte verfügte, beschloss er den Menschen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Dieses Weihnachtsfest sollte wieder anders werden. Er dachte: „Es ist noch ganz am Anfang der Adventszeit und noch viel zu retten.“

Am nächsten Morgen war der 4. Dezember. Gegen 16 Uhr füllten sich die Straßen wie an den vorangegangenen Tagen wieder vermehrt mit Autos. Der Engel schloss die Augen und im nächsten Moment waren die Straßen weiß gefärbt. Die Autos blieben mit einem Schlag stehen. Es war kein Vorankommen mehr. Es war nicht etwa Schnee, der plötzlich vom Himmel gefallen wäre. Die Straßen waren mit einem gehärteten Leim überzogen.  Die Reifen der Autos klebten an der Fahrbahn fest. Natürlich fluchten die Leite, stiegen aus ihren Autos aus und versuchten alles Mögliche um ihre Autos frei zu bekommen. Aber es ging nicht. Schließlich blieb den Menschen nichts andere übrig als ihr Auto stehen lassen und zu Fuß weiterzugehen. Die Straßen waren übersät mit Autos, aber es war ruhig. Kein Auto fuhr mehr und die Menschen verließen die Stadt ohne Einkäufe zu erledigen.

Natürlich sprach sich in der Stadt herum, was passiert war und die Menschen beschlossen am nächsten Tag nur mit Fahrrädern oder zu Fuß einkaufen zugehen.

Am 5. Dezember war es nun wieder 16 Uhr und es kamen vermehrt Leute in die Stadt.  Die Kinder fanden es lustig , dass die Autos auf den Straßen klebten und für die Erwachsenen war es eine Attraktion dies zu sehen. Anschließend stürmten sie wieder in die Geschäfte um Weihnachtseinkäufe zu machen. Die Kaufhäuser waren überfüllt mit allem was man sich nur denken konnte. Da schloss Engel Fidor wieder die Augen und plötzlich ertönten in sämtlichen Kaufhäusern merkwürdige Geräusche. Es machte „Tak, Tak, Taktak“ und bei jedem Tak wurde ein Ladenartikel von den Einflüssen der Schwerkraft befreit, stieg auf wie Luftballon und stieß gegen die Decke. Nach wenigen Minuten hingen sämtliche Verkaufsangebote an den Decken der Warenhäuser. Die Verkaufshallen waren leer geräumt. Nur noch Ladentische und Regale ohne jeglichen Inhalt standen dort und es sah aus wie nach einem Hamsterkauf. Die Menschen waren völlig überrascht, gingen von einem Geschäft zum anderen. Doch überall war das gleich Bild. Am meisten geschockt waren die Ladenbesitzer. Sie versuchten die Waren von den Decken herunterzubekommen, aber ihre Kraft reichte nicht aus. Die Decke zog alles magisch an. Dies führt zu großer Aufregung. Die Menschen diskutierten miteinander, was nur los wäre und wie sie ihre Geschenke nun besorgen könnten. Die Geschäftsleute telefonierten wie wild und versuchten Ratschläge von Experten einzuholen. Aber nichts half. So mussten die Menschen schließlich die Städte tatenlos und ohne gefüllte Plastiktüten wieder verlassen und das am Tag vor Nikolaus.

Viele Eltern überlegten, was sie ihren Kindern denn nun zum Nikolaustag schenken könnten. Es war keine Zeit mehr etwas im Internet zu bestellen oder in die nächste Stadt zu fahren. So dachten sie nach, mit was sie ihren Kindern eine Freude machen könnten. Es wurden Gutscheine gebastelt „Einmal zusammen ins Kino gehen“ oder „Ein gemeinsamer Schwimmbadbesuch“.  Es wurden Sterne und Herzen aus buntem Papier ausgeschnitten und aufgeklebt.

Der Engel sah zufrieden auf die neuen Aktivitäten der Menschen und viele Kinder fanden am nächsten Morgen die neuen Geschenkideen vom Nikolaus toll. Vor allem die Ausreden der Eltern, warum der Nikolaus dieses Jahr nicht so viele Geschenke wie sonst bringen konnte, fanden sie äußerst spannend.

Der Engel Fidor war jedoch noch nicht fertig mit seinen Plänen. Die Stadt sah jetzt doch zu verlassen und leblos aus. „Heute am Nikolaustag“, dachte er, „muss etwas Neues entstehen.“ Er schloss wieder die Augen.

Als er sie öffnete sah er den Nikolaus persönlich, auf seinem Schlitten in der Fußgängerzone anhalten. Er hatte seinen Schlitten voll geladen mit allen erdenklichen Sachen aus der Himmelswerkstatt: Holzautos, Stoffpuppen, Perlenketten, Schaukelpferde,.... Alles wurde von seinen fleißigen Helfern in die kleinen Läden gebracht und verteilt. Auf die Straße stellte der Nikolaus Tannenbäume mit echten Kerzen und in den Schaufenstern wurden Tannengrün und bunte Weihnachtskugeln aufgehängt. Auch die Erwachsenen sollten nicht leer ausgehen. Es gab viele schöne Dinge zum Verschenken, aber Computer, Handys und Markenartikel gab es nicht. In den Straßen duftete es nach Weihnachtsgebäck und Schokolade.

Es dauerte nicht lange, da kamen die ersten  Menschen wieder in die Stadt zurück. Schnell sprach sich herum, dass hier etwas Seltsames geschehen war. Es gab nicht mehr das Gleiche zu kaufen wie in jeder anderen Stadt. Die Kinder standen vor den Schaufenstern und bestaunten die Sachen, die dort ausgestellt waren. Alle sahen so aus, als wären sie mit Liebe und Geduld hergestellt, eben von Herzen.

Auch die Erwachsenen hetzten nicht mehr durch die Straßen. Sie sprachen miteinander und schauten sich um als wären sie in einer verzauberten Welt. Es kam nicht mehr darauf an Wunschlisten abzuarbeiten. Jeder versuchte nachzuspüren, womit er einem anderen Menschen eine Freude machen könnte.

So musste auch niemand zum Weihnachtsfest leer ausgehen und der Engel Fidor war glücklich, dass die Menschen die Weihnachtszeit diesmal anders erleben konnten.

 

 

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